Donnerstag, 5. Mai 2016

So vü schen

Pünktlich um 8 Uhr brachte uns der wohl "freundlichste" Kanadier zum Flughafen, wo wir unser Mietauto für unsere anstehende Reise nach Lake Louise abholten. Die geplanten zwei kleineren Autos wurden kurzerhand auf einen 7 Sitzer upgegradet. Kuschelig war die erste Meldung nach der Besichtigung des Autos. Eine kurze Tetris Partie gespielt und das gesamte Gepäck sowie die Die7da waren im Auto verstaut und bereit, sich auf die mindestens 8-stündige Fahrt zu machen.




Bis zur ersten WC Pause dauerte es nicht allzu lange und wir nutzten diese auch gleich zum Frühstücken. Jubel brach aus, das Starbucks stand Kopf und Sektkorken knallten, als Simone Ihre Abschlussnoten übermittelt bekam. Kurzerhand wurde beschlossen, am Abend den ausgezeichneten Erfolg gebührend zu feiern. Nach dieser erfreulichen Nachricht schlichteten wir uns wieder ins Auto und machten uns auf den Weg auf die zweite Etappe.

Vom vorausgesagten Wetter, Regen usw, war bis jetzt noch nichts zu sehen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, zumindest außerhalb des Autos, fuhren wir über Bergstraßen bis nach Kamloops. Klingt nach engen Serpentinen, 40 km/h Höchstgeschwindigkeit und speibenden Mitreisenden, entpuppte sich aber als 4-spurige Straße, sehr ähnlich zu der A10 der Tauernautobahn bei uns in Österreich. Mit durchschnittlich 120 km/h erreichten wir unseren zweiten Stopp, Kamloops sehr zügig. Da wir alle ja gefrühstückt hatten, wurde hier nur schnell aufgetankt und weiter gings.

In den hinteren zwei Reihen wurde beschlossen, Spiele zu spielen, um die Fahrtzeit zumindest gefühlt zu verkürzen. Irgendwie wurde nur groß geredet und kurzerhand schliefen bis auf Fahrer und Beifahrer alle Insassen. 




Die zwei übergebliebenen genossen die ruhige Fahrt, bewunderten die Natur, träumten von einer Rundwanderung um den See, der auf der linken Seite auftauchte (Der anfangs liebe nette kleine See entpuppte sich als 3 armiges und mindestens 80km langes Gewässer) und verbrachten die Zeit, um die Länge der vorbei fahrenden Güterzüge zu berechnen. Bei gezählten 110  Wagoons und geschätzten 50 Metern Länge  ergibt das schon eine stolze Länge für einen Zug, der auch noch doppelt beladen wird. Schön langsam regten sich wieder die hinteren zwei Reihen, und die Natur zwang uns, eine weitere Rast zu machen. Da die nächste Möglichkeit noch um die 60km entfernt war, wurde noch schön brav über Wasserfälle und ähnliches gescherzt. In Revelstoke angekommen, gönnten wir uns noch einen kleinen Snack, bevor es auf die letzte Etappe ging.






Erleichtert und gestärkt ging es auf die letzten 200 km. Da der Radioempfang in dieser Gegend eher schlecht ist und die CD's schon viermal durchgehört wurden, beschlossen wir zu singen. Ob dies nun unsere Chancen auf die Sichtung eines Bären nicht komplett vernichtet hat wird sich noch zeigen. Wir hoffen, dass die Elche, die neben der Straße standen, das Futter für die Bären ist, die wir morgen sehen werden. Nach 10 Stunden Fahrt und der Überquerung einer Zeitzone kamen wir schlussendlich in unserem Hotel in Lake Louise an. Verspannt von der Fahrt gings gleich direkt entspannt ins 45 Grad heiße Whirlpool, wo wir unsere burgergeformten Körper präsentieren konnten. Nach dem kurzem Spa-Aufenthalt ging es in die Explorers Lounge, um weiter an unserem Körper zu arbeiten.





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