Dienstag, 17. März 2015

Let's go Blackhawks!

Dieser Ohrwurm - schickt er uns doch einfach einen Martin, den wir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen. "Braungebrannte Haut" von Nik P. können wir zwar noch nicht anbieten, aber mit unseren Spaziergängen (in Marathondistanz) im Sonnenschein und mit dem heutigen Eiswind aus dem hohen Norden haben wir zumindest schon rote Wangen ;-)
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns bis Freitag von Claudia & Thomas (für alle die es nicht wissen, die beiden machen jetzt Las Vegas unsicher).


Da sich die Architecture Boottour am besten bei strahlend blauen Himmel genießen lässt, stand diese gleich als erstes auf unserem Programm. Mit dem besten Tourguide ging's über den Chicago River vorbei an den unzähligen und atemberaubenden Hochhäusern. Auf den folgenden Fotos ist die Sonne zwar dominierend, aber was ihr nicht sehen könnt ist, wie uns der kalte Wind langsam aber doch auskühlen lässt.





Nachdem wir uns mit Tee (ja wir haben WIRKLICH alle 3 Tee getrunken!) wieder auf Betriebstemperatur gebracht haben, brauchen wir dann doch noch eine Bohne. Nein, keine Kaffeebohne, sondern "the one and only bean", die im Millenium Park glänzt und dabei die Skyline gut spiegelt. Um den 3-Tagespass ( Go ChicaGo) wirklich voll auszukosten, besuchten wir noch das Art Institute of Chicago, um uns Einrichtungstipps mal nicht von einem Schweden sondern einem Holländer zu holen.







Nach so viel flämischer und französischer Kunst war es nun Zeit, dass uns die Italiener mit ihren Künsten überzeugen konnten. Nachdem wir die Chicago Stuffed Pizza bestellt hatten (sie braucht ja immerhin 1 Stunde im Backrohr) ging's für die 3 da auf das Skydeck des Sears (eigentlich ja Willis, aber das hören die Einheimischen nicht so gerne) Tower um bei großem Hunger die Wartezeit zu verkürzen. Überrascht waren wir (zumindest einige von uns), dass wir persönlich im Sears Tower begrüßt wurden.



Wenn man bei 412 Metern Höhe nur von einem Glasboden vor dem Absturz auf die Straßen von Chicago beschützt wird, sollte man erstens nicht zu viel gegessen haben und zweitens hätte es uns dabei den Magen sowieso umgedreht.




Perfekt getimet und dank unseres Tagespasses, der uns immer wieder in die Fast Lane beförderte, gab es 65 Minuten später von Giordano's - Fresh Italien Pizza Chicago Style.
Warum man sich zu dritt nur eine Pizza teilen kann, könnt ihr euch sicherlich anhand dieses Bildes erklären :-)



Gut gestärkt ging's nun endlich los: die Metro brachte uns in den Westen der Stadt, wo schon von Weitem das United Center in den wolkenlosen Himmel ragt. Nach dem üblichen Securitycheck gab's als St. Patrick's Day Special für die ersten 10.000 Besucher ein St.Patrick's Day Hat. Also auch für uns. Überwältigt von der Kulisse verging die 1 Stunde Vorbereitungszeit wie im Flug.





Dass die Amerikaner aus allem eine Show machen können, zeigt sich auch hier: die Begrüßung der beiden Mannschaften wird mit einem hollywoodreifen Film über Chicago eröffnet und gipfelt in einem patriotischen Kraftakt. Ein lokaler Tenor begleitet von einer Army-Angehörigen und einem Vietnam Veteran bringt mit den Stars Spanneled Banner das United Center zum beben. Doch das war dann auch schon der Stimmungshöhepunkt. Das Spiel selbst wird klar von den Blackhawks dominiert und war schnell und fair. Im Gegensatz zu Österreich gibt es hier keine Fanclubs und deswegen auch keine Schlachtgesänge, Anfeuerungsrufe und Schmähungen der Gegner während der Eiszeit. Oft ist es still wie in einer Kirche. Auch wenn einiges ganz anders läuft als bei uns war es doch eine tolle Veranstaltung und wir sind froh, Teil von den 22.080 Fans gewesen zu sein.
By the way - Blackhawks haben 4:1 gewonnen.


Jetzt sind wir gespannt, was Michael Jordans Erben uns morgen bieten werden. Let's go Bulls!

Montag, 16. März 2015

All around Chicago


...oh what a Night !

Die Kriminalität ist ja in Chicago sprichwörtlich. Daher war ich auch nicht überrascht, dass in der Nacht um 04:00 in mein Hotelzimmer eingebrochen wurde. Gott sei Dank, denn ich war quasi mit von der Verbrecherpartie. Mein Hotelzimmer war aus unerklärlichen Gründen von innen versperrt, während ich draußen war. Etwas Zeit (90 min) und ein Bolzenschneider später war das Problem aber auch gelöst.

Also frisch und munter ging's nach Martin"s Morgenlied "Eiszeit" (von Peter Maffay) in der Früh zum gemeinsamen Frühstück mit Anja, da Sie leider heute schon die Heimreise antreten musste. Immer diese Arbeit!

Nachdem unsere Füße von gestern schon etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden und wir auch nicht so ganz voller Energie waren, fuhren wir mit der Grayline die große Stadtrundfahrt. Fast 4 Stunden durften wir den singenden Klängen eines Einheimischen lauschen, der ganz offensichtlich stolz auf seinen Dialekt war. Im Norden der Stadt konnten wir bei einem entspannten Zwischenstopp den Lincoln Zoo in Rekordzeit (15 min) besichtigen, wobei sich Mütter mit Ihren Kinderwägen beim finalen Sprint zum Bus als würdiges Hindernis erwiesen. Bei der Südrunde kamen wir zuerst durch die Slums, aber dann auch zum Wohnhaus von Barak Obama, das nach wie vor gut vom Secret Service bewacht wird. Weiter ging's über das riesige Unigelände und dann wieder Retour Richtung Museum Area. Wir nutzen den Zwischenstopp um dem Busfahrer zu entfliehen und machten uns auf die Reise in die unendlichen Weiten des Universums. Hier zeigte sich wieder, dass es die Amis verstehen das Publikum zu unterhalten. 1 Stunde im Adler Planetarium verging - no na - wie im Raumflug und unsere Energietanks waren wieder voll. Also raus aus dem großen Universum hinein in die Unterwasserwelt. Im Shred Aquarium schwammen wir wie üblich gegen den Strom, aber dafür auch durch alle Weltmeere.








 Nachdem wir die Vorzüge der öffentlichen Verkehrsmittel für uns entdeckt hatten (nun sind wirauch stolze Besitzer einer Kreditkarte, die wir für die Öfis verwenden können), ging es über Downtown zum Hancock Tower. Wie üblich bei dieser Reise hatten wir das Glück auf unserer Seite, um 7 Minuten vor Ende der Eintrittszeit über die Priority Line in den 94sten Stock die 360Grad Aussicht bei Tageslicht zu genießen.




 In der Lobby der Cheesecake Factory trafen wir Claudia und Thomas um uns gemeinsam mit Ihnen auf den Weg zum Ethopian Diamond Restaurant zu machen, in dem wir mit Moses verabredet waren. Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen haben, fühlten sich die 40 Minuten Fahrzeit doch etwas länger an.

Bei äthiopischem Essen und typischer Esskultur (das Besteck sind die Finger und in der Mitte gibt es eine gemeinsame Platte mit allen Gerichten) hatten wir mit Moses einen perfekten Gastgeber und Unterhalter. Der Schwindler lies sich ans Telefon holen (und das in Zeiten von Handys) und schnappte uns dadurch natürlich die Rechnung weg. Aber wer wagt es schon, einem Priester zu widersprechen! Gleichzeitig wurde aber ein Gegenbesuch von Moses in Österreich und ein Umtrunk in diversesten Brauereien vereinbart.



Bei der wieder etwas längeren Heimfahrt aus Granville (Streckenarbeiten verzögerten den benötigten Schlafantritt wiederum) wird der Blog der letzten 2 Tage fertiggestellt, da ab morgen der Ernst der Reise losgeht: focus on sports!

Sonntag, 15. März 2015

Go Chicago go!

6:30 Uhr - wieder einmal fruehe Tagwache.  Nachdem gestern alles im grünen Bereich war, ging es heute unter diesem Motto wieder. Unser Musik-Hauptverantwortlicher Martin schickte uns pünktlich "Holiday" von Greenday - denn heute geht der Urlaub von Neuem los!
Nach morgendlichen Workout bzw. Blog-Verbesserungen ging es mit Claudia und Thomas zum kleinen französisch-amerikanischen Frühstück. Danach trennten sich die Wege... Gerd, Christof und Eva machten sich auf den Weg um die Go Chicago Karte zu kaufen und statteten Sue einen Besuch ab. Sue ist das größte T-Rex Modell der Welt und steht in einem mächtigen Gebäude und weil Sonntag ist, wird sie auch von Livemusik beschallt.






Mit den Öffis ging es schlussendlich in Richtung Norden, (wobei wir nicht sicher waren, wohin die Reise wirklich geht - no risk no fun). Gerade noch rechtzeitig schafften wir den Sprung aus dem Bus, wo sich Eis, Schneeberge, Beachvolleyballfelder, Sonne und Sand am Oak Beach treffen.


Von da aus ging es zu Fuß zum extra für uns geöffneten Navy Pier - wenn Engel reisen ;-)
Denn nur wenige Minuten vor unserem Eintreffen wurde das Riesenrad in Gang gesetzt, das uns einen ersten Eindruck der Skyline vermittelte.





Für uns Touris gab es dann außerordentlich freundliche Hilfe - great PEOPLE here all around!
Nach dem vielen Spazierengehen war auch einmal eine Pause fällig - ein Shot am Navy Pier in der sonne (Achtung Sonnenbrand im März ) bat sich hier als ideale Kulisse.


Die Shoreline 2 brachte uns auf den ewig weiten Lake Michigan und verschaffte uns einen richtigen Eindruck von der Dimension der Skyline.
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Zu Fuß und mit knurrenden Mägen ging es zum Treffpunkt: Cheesecake Factory. Nach einer kurzen Wartezeit von 1,5 Stunden gab es köstliche Steaks und etwas kalorienreichere Kuchen (Evas siebenten - Reese's Peanutbutter Chocolate Cheescake). Das warten hat sich definitiv gelohnt!!!!
Um das Eintrittsgeld für den Hancock Tower zu sparen, wählten wir den Lift in die Signatur Lounge im 95. Stock. Claudia, Anja und Eva genossen das Klogehen sichtlich, denn der Blick auf Chicago by Night spricht für sich.



Um Anja würdig zu verabschieden wollten wir uns noch wenigstens einen Absacker in einer typischen Blues Bar genehmigen. Was wir dort vorfanden übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Um jeden Besucher das Gefühl von Heimat zu vermitteln, könnte man die eigene Kreativität mit Wachsstiften und Papier an die Nacht legen. Musikalisch untermalt wurde das ganze von Kathy K. (Anja, jetzt bist du gefragt), die mit vollem Körpereinsatz die Stimmgewalt eines ganzen Chores auf die Bühne brachte. Die Duette mit ihrem Bassisten (der vielleicht 1/3 von ihr war) waren schon sehr beeindruckend, aber der Barkeeper toppte das ganze noch einmal. Eine bis dato für unmögliche Kombination aus weißem Blues und schwarzem Rap sorgte für Gänsehäutfeeling. Nachdem auch der gute alte Jack Daniels und Goose Island Beer wieder schmeckte, war es mit dem zeitigen ins-Bett-gehen wieder einmal vorbei.




Mit dem Taxi ging es zurück ins Hotel, wo wir alle bis zumindest zur Zimmertür gingen... (Fortsetzung folgt)

An dieser Stelle ein Danke an Anja, die sich als super Schreib-Assistent in diesem Beitrag bewährt hat

Samstag, 14. März 2015

Diese Ir(r)en

2.30 Uhr Tagwache - der Jetlag meldet sich bei allen sehr früh, weshalb die Gunst der Morgenstunde genützt wird, auszupacken und die Umgebung zu erforschen.


Nach Martins Guten-Morgen-Song und dem gemeinsamen Frühstück geht's bestens ausgestattet mit Gugsis Guinness-Hüten zum Chicago-River, um beim Einfärbe-Spektakel live dabei zu sein.


Danach machen wir uns auf den Weg zur Jubiläumsparade mit kleinem Zwischenstopp im Pub. Die Hauptattraktion der diesjährigen Parade findet dann auch dort statt. Sehr schnell finden wir neue Freunde bzw. Fans. Für Autogramme zu geben blieb keine Zeit mehr, da wir wenigstens das Ende der Parade sehen wollten - auch das misslang. Parade 2016 wir kommen :-)




Um das irische Bier etwas aufzutunken und um weitere aufnehmen zu können gab es Millers World

Famous BBQ Ribs.


Anschließend kam es zum Wiedersehen mit Moses, den Eva noch von Memphis kennt. Bei versteckten 6er-Tragel  auf dem Tisch (die komischerweise dann doch legal auf den Tischen getrunken werden dürfen) ließen wir den Tag noch gemütlich ausklingen. Alte Geschichten wurden wieder aufgewärmt und Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.